Poesie von Hans Braumüller, 1992 -1997, HamburgWege der EmotionenFragmente Frau wie im Film Gebet Gesänge wieder ein Tag umherziehen traurige Küsse Begegnung color poem zuhause Maler Erinnerung Icalma | |||||
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IINHALT | |||||
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/10//100 | |||||
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Frau |
wie im Film | |||
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deine Sprache so gewandt deine Offenheit so zart deinen Mund möchte ich küssen bis die Ewigkeit meiner Seele den Abschied nimmt aus deiner Welt : Zweifel hegen Dich um mich zu verlieren in deinen Armen, die Dich dein Herz lieber alleine schlägen läßt.
das Licht in deinen Augen ist das, das Zuhause meiner Träume ?
aus den Stunden, die wir uns schenkten, entstand eine rote Rose, ob wir einen Garten hätten erschaffen können, steht nicht einmal in den Sternen geschrieben. nur einen Augenblick konnten wir unsere Wärme spüren. |
Wein getrunken den Tag verbracht dann ins Kino wie im Film kein Happy End einfach harter Rock AH! Rock dir einen Selbst das Solo, hart und schnell im Strudel der Zeit was bedrückt ist das Klischee frei zu sein | |||
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Gesänge | ||||
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höre den Vogel Nachrichten bringt er aus Santiago de Chile einen verlorengegangenen Brief aus dem Gebirge zu dir nach Hause
höre den Vogel wie er singt denn es könnte mein Gesang sein dort fliegt er am Horizont in scheinbarer Freiheit im Türkis des Himmels verschwindet unsere Liebe zu einem unbekannten Ort
das Wasser fließt niemals gleich der Raum schwebt unwirklich in sich selbst das Traurige wird vergraben am Strande der Einsamkeit nicht mal die Sonnenstrahlen können jetzt meine Stimme erheben | |||
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wieder ein Tag |
umherziehen | |||
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wieder ein Tag ohne Dich eines Tages wird Du es vielleicht merken was ich wert bin trotz meines fehlenden Gelds
Du wirsts Dir traurig an den Kopf fassen und aus dem Grunde empor uns verlorenzuhaben in dieser Zivilisation weinen
wieder ein Tag alleine arbeiten für das Leben der Tod ist präsent es ist kalt ich wünsche mir dein Feuer den Moment zurelaxen und zu lachen
lachen über meine Liebe über mich und meine Melancholie tanzen, rauchen, das Leben zu betrinken und zu malen
immer tiefer im Grunde meines Seins anzukommen um zu schauen was die Trennung von Dir bedeutet um die Existenz zurückzuerobern |
wir zogen durch die Berge wir zogen durch die Wüste wir zogen durch die Wälder
wir schwammen in dem Meer wir griffen zu den Sternen wir versprachen uns die Liebe wir schwebten in den Wolken
wie ein Fluß zum Meer zerrann unsere Liebe in der Weite dieser Stadt
wir verschoben das Heute für die Zukunft und es flog uns davon wie ein Kondor über den Anden den Du beobachtest bis er nur noch ein kleiner schwarzer Punkt am Himmel ist. | |||
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traurige Küsse |
Begegnung | |||||
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im Wasser im Feuer in der Luft auf der Erde kreissen traurige Küsse eine schmerzliche Umarmung ein verzweifelter Wunsch
kreissen draussen weil sie deine Gestalt nicht erreichen sie schaffen es nicht in das Feld deiner Gefühle einzudringen sie geben uns kein Licht in dieser dunklen Nacht
im Wasser im Feuer in der Luft auf der Erde kreissen meine traurigen Küsse |
ihr Duft so zart nur mein Blick erhascht die gebrechliche Schönheit jener einsamen Blume
es riesselt herab und der Himmel bleibt stumm
feucht wird sie meine Melancholie wird von ihr berührt für einen Augenblick kann ich meinen Weg vergessen der an ihr vorbeizieht | |||||
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zuhause | ||||
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bitte gebe mir eine Heimat in deiner Seele bitte gib mir ein Zuhause in deinem Körper bitte verzeihe mir mein Unbeholfensein bitte gieße meine Gefühle nicht in den Abflußkanal |
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Maler |
Fragmente | |||||
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Du glaubst Du bist besser ein Macher einer originelleren Malerei Erfolg pflastert deinen Weg besser als ich der nur deine Anerkennung verfolgt
deine Freundschaft war nur ein Spiegel deines eigenen Blickes
ich verabschiede mich ohne Mißgunst meine Augen zum Jenseits richtend navigierend zwischen den Wellen der menschlichen Schwächen unter der Diktatur der Höheren Ästhetik und unter den vorherrschenden schlechten Geschmack die mit schönen Wörtern ihre heiligen Gewinne verstecken
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Träume von Malerei Fragmente von Farbe Strukturen aus Quarz Textur des Südpazifiks
Indianische Grafik Codex aus Mesoamerika Deutscher Expressionismus Franzößischer Surrealismus
Reisen zwischen zwei Welten Die Suche des Selbst Die Mhystik Maler zu sein und das ökonomische Verdammnis
Alles zu umfassen ist das Problem Der Glaube ein Paradigma Ein Konzept ein Rettungsanker Die Materie eine Leidenschaft | |||||
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Icalma | ||||
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Im Ort Icalma bläst der Wind über einige Araukarien im Mapuche Land eine Ruhe wohnt zwischen den Pihuenes und diese Lagune kalt und ernst umringt zwischen den verschneiten Bergen die Sonne wärmt auf 1300 metern über den Meeresspiegel und ernährt meine Seele in dieser verlassenen Gegend fern von der Zivilisation in der Gebirgskette der Anden im Süden Chiles | ||||
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Gebet |
Erinnerung | ||||
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die Landschaft meiner Vorstellung verwandelt die Formen der Farben in einem belebten Hintergrund von ursprünglichen Wesen
Leute, Steine, indianische Ruinen
die Zivilisation ist nur eine Sekunde in der Geschichte unserer Mutter Erde
ich liebe Dich ich bewundere Dich ich flehe Dich an mich fallenzulassen im freien Universum der Malerei |
Erinnerungen aus dem Norden Chiles verwoben mit Zeichen der Vergänglichkeit und des Wandels
diese Wüste lebt in unserer Sehnsucht aus einer Quelle kaltes Wasser zu trinken
in Träumen zu wandern Ruhe zu finden die Sonne im Herzen zu spüren ein Lied des Windes zu hören Pictogliphen einer anderen Zeit zu bestaunen und für immer loszulassen
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color poem | ||
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die Zeit läuft in der Hand meines Körpers Regen fällt
Farben klopfen auf die Leinwand erzählen Dir eine Geschichte die Zeichnung träumt
der Glauben an den Sinn ein lebendiger wichtiger Teil zu sein
nicht der Apathie des Konsums zu verfallen nicht zu malen wie ein Star in der Luft zu schweben ohne zu wissen wohin wir gehen
das Rot kriecht über die Haut des weinenden Herzens als es das leuchtende Grün erkennt was bedeutet dieses Gelb in Beziehung zum ewigen Blau des Himmels ? | ||
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Feuer | ||
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mit diesem Feuer aus diesem Feuer wuchs die Flamme unseres Herzes
bis der ganze Streit verbrannte und so die Schönheit deiner Seele meine Nacht erhellte | ||
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Lebensbaum | ||
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meine Seele ist in Deiner Zuhause wie dieser Baum am Wege steht und den Himmel umarmt aber ich frage mich sind es unsere Taten die uns glücklich machen ?
gibt es ein gemeinsames Ziel auf unserem Wege ? nämlich wie Du diesen Baum umarmst so umarme ich Deine Wärme in der Hoffnung unser Glück nicht zu verlieren wohin uns auch das Leben führen möge | ||
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Überzeit | ||
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was uns in der Kunst bekannt ist sind Spuren einer Weltgeschichte die verloren ist im Zeitraum der Kulturen
eine Kunstgeschichte von der herrschenden 1 Welt" bestimmt und geschrieben und die anderen Völker mit allen ihren KünstlerInnen aus Afrika, Asien, Australien und Lateinamerika ?
ich recycle Elemente und Symbole der ursprünglichen Indianerkulturen des Kontinents Amerika - meiner Herkunft -
eine Kritik gegenüber dem Kulturkolonialismus und eine Sehnsucht nach Wurzeln nach einen Halt in dieser Zeit ohne Fundament und Utopien voller Widersprüche und Atomangst
unterwegs weiß ich nicht viel trotz der unüberschaubaren Menge an Informationen und Desinformationen die uns füllen mit sogenannten Nachrichten weltweit aber abschalten kann ich nicht um einfach alles zu vergessen
so lebe ich zivilisationskrank ohne Geld und ohne Ruhm im Widerstreit und Austausch koexistiere ich mit allen Anderen und erschaffe weiter Fragmente aus meinen Träume außer der kalten Leere was bleibt ist die Bewegung in der Kunst | ||
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